Im Schatten der Mondlandung

21. Juli 1969: Über 500 Millionen Menschen verfolgen die Landung der Apollo 11 auf dem Mond live vor dem Fernseher. Ein Weltereignis. Doch der Sieg der Amerikaner über die Sowjetunion im Wettlauf zum Mond hat einen moralischen Preis: Einige der deutschen Wissenschaftler, die erfolgreich am Apollo-Programm mitgearbeitet hatten, verbergen ein dunkles Geheimnis. Sie sind Luft- und Raumfahrtmediziner, Biologen, Ingenieure, die allesamt während der NS-Diktatur an Gräueltaten und Verbrechen gegen die Menschlichkeit aktiv teilgenommen, sie angeordnet oder zumindest billigend in Kauf genommen haben. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren sie im Rahmen der geheimen «Operation Paperclip» in die USA geholt worden, wo sie unbehelligt leben und forschen konnten und der strafrechtlichen Verfolgung im befreiten Deutschland entgingen. Einer von ihnen: Der deutsche Wissenschaftler Hubertus Strughold, eine Koryphäe auf dem Gebiet der luftfahrtmedizinischen Forschung. Seine Erkenntnisse darüber, wie viel Unterdruck oder welchen Wassertemperaturen Menschen überleben hatte er im KZ Dachau gewonnen …