Im Keller
Was man nicht mehr braucht, räumt man in den Keller. Aber auch alles, was nicht gesehen werden soll. Es geht um Sexualität und Schussbereitschaft, um Riesenschlangen, die in Terrarien liegen, um Fitnessräume, Waschkeller und Opernarien. Nacktes Fleisch wird geschlagen, vor lauter Lust geschrien, und unter einem Hitler-Bild werden Herrenwitze gerissen. Nach seiner gross angelegten «Paradies»-Trilogie kehrt Ulrich Seidl zur dokumentarischen Form zurück. Mit den für ihn typischen Tableaus ist «Im Keller» ein Filmessay, tragisch und komisch: eine Nachtmeerfahrt durch das Souterrain österreichischer Seelen
