Hotel du Nord

In dem Film «Hotel du Nord» dreht sich alles um ein kleines, in einem Pariser Arbeiterviertel liegendes Hotel und seine Gäste. Am Abend einer grossen Tischgesellschaft anlässlich einer Erstkommunion mieten sich zwei Gäste ein: Pierre und Renée. Der Arbeitslose und das Waisenkind sehen keinen anderen Ausweg aus ihrer prekären Lage als den Selbstmord. Pierre richtet den kleinen Revolver auf Renée, drückt ab – und verliert den Mut, sich selbst zu richten. Er flieht mit Hilfe von Herrn Edmond, einem Zuhälter. Am Tag darauf stellt sich Pierre der Polizei. Renée überlebt den Schuss und kehrt zurück ins Hotel. Dort wird sie liebevoll aufgenommen und sogar eingestellt, als Mädchen für alles. Herr Edmond verliebt sich in sie und auch Renée ist nicht abgeneigt, aber ihr geht Pierre nicht aus dem Kopf und sie besucht ihn im Gefängnis. Der Film von Marcel Carné (1906-1996) überzeugt durch seine milieugetreue Schilderung und die präzisen Charakterzeichnungen