Hörspiel. «Entgrenzgänger – eine Rundfunkgroteske» von Robert Schoen

2019 gab die Robert-Bosch-Stiftung bekannt, dass sie sämtliche Förderprogramme aus dem Bereich der Völkerverständigung einstellen wird. Darunter fällt auch das «Grenzgänger»-Programm, dass an Kunst- und Medienschaffende internationale Recherchestipendien vergab. Diesem Schritt der «strategischen Neuausrichtung» der Stiftung begegnet Hörspielmacher Robert Schoen mit einem letzten Antrag für das «Grenzgänger»-Programm: in Form eines Hörspiels. Welchen Inhalt er recherchieren will, weiss er nicht, nur, dass es nach Russland geht (per Würfel entschieden). Und auch sonst überlässt Robert Schoen alles in diesem Hörspiel dem Zufall. Er selbst sieht sich nur als «Hebamme» des Werdenden. Seiner so entstandenen Rundfunkgroteske legte Robert Schoen folgende Zeilen bei: «Im Englischen gibt es den Begriff ‹serendipity› als Bezeichnung für etwas zufällig Gefundenes, das man so gar nicht gesucht hat. So kam man Amerika, dem Sekundenkleber oder Viagra auf die Schliche. ‹Der Zufall begünstigt den vorbereiteten Geist›, soll Louis Pasteur gesagt haben …