Hörspiel. «Ein paar Dinge, die ich loswerden musste» von Dirk Laucke
Bitterfeld im Jahr 2002. Phillip findet es beschissen. Seine Mutter ist in den Westen, nach Bayern abgehauen. Sein Vater schiebt seitdem den Blues. Und Phillip muss Erde im Park verteilen (Arbeitsbeschaffungsmassnahme für den Aufschwung Ost). Denn für die Medienhochschule hat es bei ihm trotz Abi nicht gereicht. Warum also nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Ödnis in ein Kunstprojekt verwandeln? Phillip zeichnet alles auf: die Schimpftiraden der ABM-Leidensgenossen Jutta (alleinerziehende Mutter) und Tilo (Klimaschutzgegner), den verschuldeten Kumpel Ralf (Ex-Kleindealer) und natürlich die hübsche Krankenpflegerin Nicole (spröde). Inzwischen wird auch Vater Hermann kreativ. Er schreibt einen Brief an Margot Honecker, von der er sich Hilfe für seinen perspektivlosen Sohn erhofft …
