Hörspiel. «Blauensee» von Eva Brunner

Ein Luzerner Grounding, das bis heute Spuren hinterlässt. Hochfliegende Finanz- und Glamourträume, die ein abruptes Ende nehmen. Der Bankier Erich Binder – Mäzen und den schönen Künsten leidenschaftlich zugetan – war während Jahren das personifizierte Zentrum der besseren Luzerner Gesellschaft. Wer sich zu seinem Umfeld zählen durfte, hatte den Eintritt in die Glamourwelt aus Politik, Wirtschaft und Kunst geschafft. Die legendären gesellschaftlichen Anlässe in seinem Schloss schrieben Luzerner Geschichte. Der Bankier, der sich selbst als Begründer der Luzerner Musikfestwochen bezeichnete, leitete ein Imperium diverser Firmen, das er selbst aufgebaut hatte. Dieses war derart verwinkelt und verschachtelt, dass ausser ihm niemand den Durchblick hatte. Nach dem überraschenden Selbstmord des Bankiers brach das Imperium zusammen wie ein Kartenhaus. Aber nicht nur Binder stürzte in den Abgrund, auch der Verwaltungsratspräsident der Bank sah für sich keinen Ausweg mehr