Hitlerjunge Salomon
Nach den Übergriffen der Pogromnacht werden der 14-jährige Salomon Perel (Marco Hofschneider) und sein Bruder von den Eltern nach Lodz geschickt. Als deutsche Truppen in Polen einfallen, verlieren sich die Brüder auf der Flucht ostwärts. In Russland wird Salomon in einem Waisenhaus zum sowjetischen Patrioten erzogen. Nach dem Überfall der Nazis auf die Sowjetunion gibt sich Salomon als verschleppter «Volksdeutscher» aus. Bei der Wehrmacht wird der 16-Jährige zum Fronthelden, der auf eine NS-Eliteschule darf. Dort verliebt er sich in die stramm «arische» Leni (Julie Delpy); mit ihr zu schlafen wagt er nicht, da seine Beschneidung ihn unweigerlich als Juden entlarven würde. Die polnische Regisseurin Agnieszka Holland hat mit «Hitlerjunge Salomon» (DE/FR/POL 1990) ein Melodram um einen jüdischen Jungen geschaffen, der überlebt, weil er sich verstellt und seine Herkunft verleugnet
