Heimat in der Fremde
(medientipp) An den vier Sonntagen im Advent wird auf SF1 um 16.30 Uhr die Sendung „Heimat in der Fremde“ ausgestrahlt, in der jeweils ein Chor aus der Schweiz auf ausländische Musiker trifft, die in der Schweiz eine neue Heimat gefunden haben. Noch vor 100 Jahren war die Schweiz ein traditionelles Auswanderungsland. Aus dieser Zeit stammt ein heute fast verlorenes Liedgut, welches ebenso das ferne Paradies besingt wie das Heimweh der Ausgewanderten. Demgegenüber drücken die ausländischen Musiker ihr Heimweh und das Fremdsein in einer neuen Heimat aus. Zudem singen beide Gruppen auch religiöse Lieder zum Advent, zu Jesus, sei es als Sohn Gottes im christlichen oder als Prophet im moslemischen Sinne.
1. Advent, 30. November: Les Mercenaires und El Salam
Der Chor aus dem Val d’Illiez, der fast verschollenes Liedgut der Söldner aus dem Tal wiederbelebt hat, trifft eine Gruppe von Musikern. Diese stammen aus Tunesien und Marokko und gruppieren sich um Samir Essahbi, der in einem Vorort von Bern lebt.
2. Advent, 7. Dezember: Konzertchor Graubünden und Dasha
Die romanischen Lieder des Chores stammen aus einer Art romanischem Kirchengesangbuch, während die in Zürich lebende kubanische Sängerin Dasha Pérez Lieder von der Humanität und der Liebe zur Schöpfung in der Tradition des Nueva Trova singt, des neuen südamerikanischen Liedes.
3. Advent, 14. Dezember: Ensemble Garbani und Bianchi und Lobiko
Die beiden Tessiner Musiker Garbani und Bianchi stellen fast vergessene Adventslieder und Auswanderer-Lieder aus dem Tessin vor, während der Chor Lobiko Lieder mit christlichem Inhalt in der afrikanischen Chortradition singt. Die meisten Mitglieder des Chores stammen aus der Republik Kongo und leben heute in der Region Basel.
4. Advent, 21. Dezember 2003: Cäcilienchor Näfels und Ensemble Kaboul
Der Cäcilienchor Näfels singt Schweizer Lieder aus der Adventszeit. Hossein Arman ist Rubâb-Spieler (Rubâb: persische Laute) und kam 1993 nach Genf. Mit einigen der besten Musiker Afghanistans gründete er das Ensemble Kaboul.
