«Han Gong-Ju» gewinnt den Preis der Ökumenischen Jury

(medientipp) Am 28. Filmfestival in Fribourg zeichnet die ökumenische Jury «Han Gong-Ju» von Lee Sujin aus Südkorea aus. Eine lobende Erwähnung geht an «Constructors» aus Kasachstan.

Regisseur Lee Sujin hat die ökumenische Jury mit seiner schonungslos direkten Herangehensweise überzeugt. Der Film «Han Gong-Ju», der den Namen seiner Protagonistin trägt, entfalte eine verstörende Kraft über eine sexistische Gesellschaft, die das Opfer denunziere und sozial isoliere. Obwohl die Gymnasiastin Han Gong-Ju vergewaltigt worden ist, bringt sie die nötigen Ressourcen auf, um gegen ihr Schicksal anzukämpfen, so dass das Leben über den Tod triumphiere. Der von den  beiden kirchlichen Hilfswerken Fastenopfer und Brot für alle zur Verfügung gestellte Preis der Ökumenischen Jury ist mit 5000 Franken dotiert.

[bild45995|lw160h90c]Lobend erwähnt hat die Jury den kasachischen Film «Constructors». Neben seiner Originalität und kreativen Herangehensweise besteche er auch in der Tiefe der menschlichen Beziehungen. Regisseur Adilkhan Yerzhanov erzählt von drei Geschwistern, die aus ihrer prekären Situation ausbrechen, indem sie ihr Recht wahrnehmen, ein Haus zu bauen und sich damit ein Heim zu schaffen.

Zur vierköpfigen ökumenischen Jury gehörten Joël Baumann als Jurypräsident aus Frankreich, Alan Foale aus Grossbritannien, Dorothée Thévenaz Gygax aus der Schweiz und Il Kang aus Deutschland. Mehr über den Hintergrund der diesjährigen Jurymitglieder sind hier zu erfahren.

zum Festivalbericht von Hans Hodel, Interfilm-Jurykoordinator

http://www.kirchen.ch/filmjury
http://www.inter-film.org
http://www.signis.net

http://www.fiff.ch