Glaubensfragen. Zwischen Altruismus und Egotrip
Da liegt einer am Weg, ist verletzt und hilflos. Alle eilen vorbei. Einer bleibt stehen und hilft. Warum? – „Gehe hin und tue desgleichen“, heisst es im biblischen Gleichnis vom Samariter. Den Schöpfer versteht nur, wer sich vom Nehmen löst und Geben lernt, sagen die Rabbis. Und den Buddhisten gilt die Freude am Glück des Anderen als erste der sechs Vollkommenheiten. Nur Vernunft und Wissenschaft bleiben skeptisch: Der uneigennützige Mensch ist einfach nicht überlebensfähig
