Glauben. Traumzeit, Totems, Ahnenwesen

1968 machte der Geologe Jim Bowler einen erstaunlichen Fund: Inmitten einer Seen-Region im australischen Bundesstaat New South Wales stiess er auf ein eigenartiges Gebilde aus Stein und Miesmuschelschalen. In der Nähe fanden sich verkohlte Knochen und Jahre später dann das älteste menschliche Skelett, das je zutage gefördert worden war. Dreissigtausend Jahre hatte der sogenannte «Mungo Man», der Vorfahr der Aborigines, in einem See geruht. Beinahe doppelt so lange, schätzt man, pflegen die australischen Ureinwohner schon ihren Glauben und ihre Traditionen. Und obwohl sich einige der heute um die 500’000 Ureinwohner inzwischen zum Christentum bekennen, folgen doch immer noch viele ihren ursprünglichen religiösen Überzeugungen, in denen Totemtiere, Ahnenwesen und die sogenannte «Traumzeit» zentral sind