Glauben. Kein Platz mehr für Gott
«Ich habe Gott nicht gesehen.» Das sagte der russische Kosmonaut Juri Gagarin, der 1961 als erster Mensch im Weltraum war. Mit jeder Expedition ins All ist der Graben zwischen Naturwissenschaft und Religion tiefer geworden. Inzwischen haben Astrophysiker selbst die alten Vorstellungen von der Unendlichkeit infrage gestellt. Gleichzeitig wurden die neuronalen Strukturen unseres Denkens und Fühlens entschlüsselt. Biowissenschaften erkunden die Entstehung menschlichen Lebens bis ins Kleinste und bieten immer weniger Spielraum für eine göttlich inspirierte Schöpfung. Betrachten heutige Forscher ihre Erkenntnisse als unvereinbar mit Glauben? Oder halten sie es mit dem Philosophen Ludwig Wittgenstein: «Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.»
