Glauben. In guten und in schlechten Tagen

Am Anfang standen gemeinsame Pläne: Reisen, ein Haus, Familiengründung. Und dann wird auf einen Schlag alles infrage gestellt: Einer der Partner erkrankt schwer. Der oder die andere wird fast automatisch zum vermeintlich «Starken», macht Mut, verbreitet Hoffnung und trägt fortan alle Last alleine: Haushalt, Geld verdienen, Kinder erziehen. Für die eigenen Bedürfnisse und Lebensträume ist kein Platz mehr. Nur heimlich fragt sich der gesunde Partner manchmal: «Wo bleibe ich eigentlich? Wer denkt an mich?» Wer in einer solchen Situation an Trennung denkt, gilt als herzlos und unmoralisch