Glauben. Die Wut der Wendekinder

Als am 9. November 1989 die Berliner Mauer fiel, mussten sich alle DDR-Bürger über Nacht in einer für sie neuen Welt zurechtfinden. Für die damals jungen Ostdeutschen bedeutete der Mauerfall vielleicht eine noch grössere Ausnahmesituation als für die Erwachsenen. Alte Autoritäten und Vorbilder erschienen vielen Jugendlichen nach der Wende als unglaubwürdige Heuchler. Mit dem plötzlichen Wertevakuum mussten viele Jugendliche alleine zurechtkommen. Manche wandten sich der Religion zu, andere glitten in die rechte Szene ab. Wieder andere zogen Hals über Kopf in den Westen. 25 Jahre später reden die Jugendlichen von damals über ihre Wut