Glauben. Die Mütter Marias

Das Neue Testament beginnt mit einer Ahnentafel. Aus ihr geht hervor, dass Jesus, das Kind des Handwerkers Josef aus Nazareth und seiner Frau Maria, in Wahrheit der «Sohn Davids», der «Messias», der «Christus» sein soll. Dieser Stammbaum, der bei Abraham beginnt, zählt dreimal 14 Generationen. Doch innerhalb dieser Liste von 42 Männern tauchen unversehens vier Frauen auf, Tamar, die Schwiegertochter Judas, Rahab aus Jericho, die Ausländerin Rut und die Geliebte Davids, Bathseba. Alle vier Frauen entschlossen sich, aus einer eigentlich hoffnungslosen Lage heraus mit aussergewöhnlicher Energie und hoher Risikobereitschaft ihren eigenen Weg zu gehen, allen moralischen Widerständen und gesellschaftlichen Konventionen zum Trotz. Und am Ende gibt ihnen die Bibel recht. Die Ausleger des Alten Testaments sind sich in der Beurteilung dieser schillernden Frauen durchaus nicht einig. Im Interview geben sie selber Auskunft