Glauben. Buddhas blaue Schals

Am Rand der Buckelpiste, die die Hauptstadt Ulan-Bator verlässt, sitzt ein klobiger Betonbuddha und lächelt dem Baum neben sich zu, der zur animistischen Geisterverehrung mit blauen Gebetstüchern überzogen ist. In der Mongolei kann man Nomaden, die dem Glauben an die Beseeltheit der Natur anhängen, bei buddhistischen Exerzitien antreffen. Und nicht selten finden sich buddhistische Lamas bei den Zeremonien der Schamanen ein. Die bemerkenswerte religiöse Toleranz reicht bis ins 13. Jahrhundert zu Dschingis Khan zurück