Glauben. Atatürks (anti)klerikales Vermächtnis

Der Republikgründer Mustafa Kemal – Atatürk genannt – brach radikal mit der islamischen Vergangenheit seiner Heimat. Er wollte einen modernen Staat, in dem Religion reine Privatsache ist. 70 Jahre nach Atatürks Tod bröckelt die als „Kemalismus“ bezeichnete antiklerikale Staatsdoktrin. Muslimische Reformer sind von der Vereinbarkeit von Islam und Demokratie überzeugt. Sie glauben, dass die Türkei zum Modell für die islamische Welt werden könnte