Geschenkt
Gerold Plassek (Thomas Stipsits) ist erfolgloser Journalist bei einem Gratisblatt. Als eine Ex-Freundin, die überraschend ins Ausland muss, ihm kurzerhand ihren Sohn Manuel (Tristan Göbel) anvertraut, ändert sich sein Alltag schlagartig. Manuel ahnt nicht, dass dieser «Versager» sein Vater ist – «Geri» fehlt jeglicher Antrieb, die Stammkneipe ist sein Wohnzimmer und der Alkohol sein verlässlichster Freund. Doch es kommt Bewegung in sein misanthropisches Leben: Nach dem Erscheinen eines Artikels über eine soziale Einrichtung, den er geschrieben hat, trifft bei dieser eine hohe anonyme Geldspende ein. Das ist der Beginn einer ganzen Serie ähnlicher Wohltaten. Als Geri sich gemeinsam mit Manuel für dessen Kumpel Machmut (Wainde Wane) sowie seine von Abschiebung bedrohte Familie einsetzt und sich dabei gegen den pervertierten Medienrummel stemmt, steigt er endgültig auf der Beliebtheitsskala seines Sohnes. Daniel Geronimo Prochaska ist mit «Geschenkt» (DE/AT 2018) ein amüsanter TV-Film gelungen, der durchaus auch Tiefgang hat
