Gervaise

Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Wäscherin Gervaise (Maria Schell), von ihrem Mann Lantier (Armand Mestral) mit zwei Kindern sitzengelassen, plagt sich mühsam durchs Leben, bis sie den fleissigen Arbeiter Coupeau (François Périer) heiratet und es zu bescheidenem Wohlstand bringt. Sie will ein eigenes Geschäft aufmachen, als ihr Mann einen schweren Arbeitsunfall erleidet. Er erholt sich nie von diesem Schock und fängt an zu trinken. Gervaise sorgt nun allein für die Familie und verzweifelt mehr und mehr an der Trostlosigkeit des Lebens. Als Lantier wieder auftaucht, wird sie erneut seine Geliebte. Doch die Verbindung mit ihrem Ex-Mann stürzt sie nur noch tiefer ins Unglück … Wenngleich der Filmtitel nicht explizit darauf verweist, ist René Cléments «Gervaise» (FR 1956) inspiriert von Emile Zolas berühmtem Roman «L’Assommoir» («Der Totschläger») und setzt dessen Milieustudie mit düsteren Bildern um