Geheime Staatsaffären (L’ivresse du pouvoir)
Die Richterin Jeanne (Isabelle Huppert), von ihren Gegnern «Piranha» genannt, wird mit einem Fall beauftragt, bei dem es um die Veruntreuung und Unterschlagung öffentlicher Gelder geht. Ihre Ermittlungen führen sie einerseits hinter die Machenschaften grosser Konzernbosse, andererseits zu Regierungsmitgliedern, die diesen Betrug decken. Je weiter sie mit ihren Untersuchungen vorankommt und je tiefer ihre Fragen dringen, umso bewusster wird sie sich ihrer Macht. Zur gleichen Zeit – und aus den gleichen Gründen – gerät ihr Privatleben jedoch in eine tiefe Krise. Ihre Macht droht immer gefährlicher zu werden … Wie weit kann sie ihre Macht noch ausdehnen, ehe sie auf Stärkere trifft? Und wie lange kann ein normaler Mensch diese Macht ertragen, ohne sich an ihr zu berauschen? Es geht Claude Chabrol in «L’ivresse du pouvoir» (DE/FR 2005) nicht um die Abbildung von Strukturen, sondern um das Psychogramm einer Frau, die der gefährlichen Droge Macht verfällt
