Francofonia

1940. Paris wird zur offenen Stadt erklärt und von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die französische Kunstszene lebt in Angst: Was, wenn die Schätze aus dem Louvre den Nationalsozialisten zum Opfer fallen? «Francofonia» ist eine Dokufiktion über zwei Männer, die aus Leidenschaft für die Kunst ihre politische Feindschaft beiseitelegen. Der russische Regisseur und Kunstliebhaber Alexander Sokurow blickt zurück in jenes Jahr, als die französische Hauptstadt um ihre schönsten Kunstwerke bangte. Er entwirft ein erschütterndes Szenario dessen, was sich im besetzten Paris hätte abspielen können: die Zerstörung kompletter Sammlungen aus dem Louvre oder die Vereinnahmung berühmter Gemälde durch ranghohe Nazi-Funktionäre … Doch zwei Männer, die gegensätzlicher nicht sein könnten, haben dieses Desaster verhindert: Louvre-Direktor Jacques Jaujard und Franz Graf Wolff-Metternich, der von 1940 bis 1942 den Kunstschutz der Wehrmacht in Frankreich leitete, schlossen einen unausgesprochenen Pakt, der für den deutschen Vertreter einem Verrat gleichkam und doch die Rettung der wertvollen Sammlungen gewährleistete