Foxtrot

Tel Aviv: Eines Morgens stehen ein Offizier und ein Arzt vor der Tür von Michael (Lior Ashkenazi) und Dafna Feldmann (Sarah Adler) und teilen ihnen mit, dass ihr Sohn Jonathan (Yonatan Shiray) bei der Ausübung seines Militärdienstes ums Leben kam. Ein strenges Protokoll beginnt, das den Eltern Halt und die Möglichkeit geben soll, sich mit dem Tod ihres Sohnes auseinanderzusetzen. Fünf Stunden später kehren die Soldaten zurück und erklären, dass es sich um eine Verwechslung handele. In Wahrheit fiel ein Namensvetter ihres Sohnes. Michael drängt darauf, dass Jonathan nach Hause beordert wird, und löst dadurch ungewollt eine Tragödie aus. Samuel Maoz löste mit «Foxtrot» (ISR/FR/DE 2017) in seiner Heimat Israel einen politischen Sturm aus. Doch vielleicht war es gar nicht das, was den Furor der konservativen Kreise Israels auslöste. Sondern dass der Film fast beiläufig eine Gesellschaft zeigt und kritisiert, die die eigene nationale Geschichte nach der Schoah zu einer Abfolge heroischer Siege verklärt …

Filmtipp April 2018: