Filmische Leckerbissen am Zurich Film Festival
(medientipp) Am Donnerstag, den 24. September, beginnt das Filmfestival in Zürich. Auf dem Programm des elftägigen Filmfestes stehen sieben Filme, die für ein kirchlich interessiertes Publikum besonders spannend sind.
Neben Kinofilmen, die von kirchlichen Jurys ausgezeichnet wurden, und einem Drama, das mit Mitteln der katholischen Kirche gefördert wurde, sind drei Spielfilme programmiert, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit den Themen Kirche und Glaube auseinandersetzen.
Empfohlen von kirchlichen Filmexperten
[bild55072|25872lw160h90c-]Am Festival in der Limmatstadt sind drei Filme zu sehen, die im Laufe des Jahres 2015 von kirchlichen Jurys ausgezeichnet wurden. «Paradise» (Iran, Deutschland 2015) bekam im August den Preis der Ökumenischen Jury in Locarno. Der gesellschaftskritische Spielfilm handelt von einer jungen Lehrerin in Teheran, die mit ihrem Alltag hadert, bis das Schicksal ihrer Schülerinnen ihre Sorgen plötzlich belanglos erscheinen lässt. Mit «Wednesday, May 9» (Iran 2015) steht ein zweiter iranischer Film auf dem Festivalprogramm. Regisseur Vahid Jalilvanddurfte sich vor zwei Wochenin Venedig über die Auszeichnung der evangelischen Interfilm-Jury freuen. Der dritte Film aus der Reihe der kirchlichen Preisträger ist «Bob and the Trees» (USA, Frankreich 2015). Der Low-Budget-Film porträtiert einen Holzfäller, der sich seinen Fehlern stellen muss. Mit seiner Einfachheit, Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit überzeugte der mit Laiendarstellern besetzte Film im Juli die Ökumenische Jury in Karlovy Vary. Am Zürcher Filmfestival tritt der Film im internationalen Wettbewerb an.
Unterstützt von der Katholischen Kirche
[bild55073|25872lw160h90c-]Mit «Köpek» (Schweiz 2015) steht eine Produktion auf dem Festivalprogramm, der mit Mitteln der Katholischen Kirche im Kanton Zürich gefördert wurde. Der Spielfilm der Schweizer Regisseurin Esen Isik begleitet drei Menschen in Istanbul und zeigt die Konflikte der türkischen Gegenwartsgesellschaft. «Köpek» ist im Rennen um den Preis der Jury in der Wettbewerbssektion «Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich».
Cineastische Perspektiven auf Glauben und Kirche
[bild55074|25872lw160h90c-]Das Drama «La Passion d’Augustine» (Kanada 2015), der Thriller «Spotlight» (USA 2015) und die Komödie «El Apostata» (Uruguay, Spanien, Frankreich 2015) nehmen aktuelle und historische Problemlagen der Katholischen Kirche in den Blick. «Spotlight» erzählt die wahre Geschichte von mutigen Journalisten, die den Missbrauch von Kindern durch katholische Priester in den USA aufdecken. Vom Kampf einer Ordensfrau gegen die Säkularisierung ihrer Klosterschule in den 1960er-Jahren zeugt «La Passion d’Augustine», der neue Spielfilm der Schweizer Regisseurin Léa Pool. «El Apostata» thematisiert auf humorvolle Weise die steigende Zahl der Kirchenaustritte. Die Tragikomödie handelt von einem jungen Spanier, der sich formal und innerlich von der Katholischen Kirche emanzipieren möchte – doch das ist leichter gesagt, als getan.
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Kinos, Spieldaten und Tickets Die Spielorte und -termine der Filme, die im Artikel empfohlen werden, sind jeweils hinter den Filmtiteln im Text verlinkt. Tickets für die Filmvorführungen können auf der Festivalhomepage online gebucht werden und sind im Festivalzelt auf dem Sechseläutenplatz sowie in den beteiligten Kinos erhältlich. Die Einzelbillette kosten zwischen 14 und 22 Franken. Für fleissige FestivalbesucherInnen lohnt der Festival- oder Nachmittagspass. |
