FIFF – Ökumenische Jury sucht besten Film
(medientipp) Fastenopfer und Brot für alle unterstützen das Film Festival Fribourg mit dem Preis der Ökumenischen Jury. Seit Sonntag halten die Jurymitglieder Théo Buss, Jacques Champeaux, Blanca Steinmann und Davide Zordan Ausschau nach dem besten Film im Wettbewerb.
Ein «Drittwelt-Filmfestival» war es in den Anfängen, später ein Festival für «Filme des Südens», und seit einigen Jahren schlicht und einfach ein Internationales Film Festival, aber eines, das mit einem breit gefächerten Programm auch unter der neuen Leitung von Thierry Jobin sein Interesse ausschliesslich dem aussereuropäischen Filmschaffen widmet. Dabei hat es auch völlig unbekannte Filmländer im Focus. Zwölf Filme sind im Rennen um den Regard d’Or, den mit 30‘000 Franken dotierten Hauptpreis des Festivals. Für den Wettbewerb, den auch eine Ökumenische Jury beurteilt, um den von Brot für alle und Fastenopfer gestifteten Preis von 5`000 Franken zu vergeben, wurden aktuellste Produktionen aus den traditionellen Schwerpunktregionen des FIFF ausgewählt: aus Süd- und Lateinamerika, Asien und Afrika. Wiederum ist auch der Nahe Osten vertreten, mit Filmen aus Jordanien, Ägypten und dem Iran. Dabei handelt es sich ausschliesslich um Schweizer oder internationale Premieren und Filme, die in der üblichen Kinoauswertung nur selten einen Platz haben und deshalb das Festival besonders interessant und attraktiv machen.
Im Rahmen einer Restrukturierung des Festivals sind zusätzlich zum Kurzfilmprogramm und den üblichen Sondervorführungen neu parallele Programmsektionen eingeführt worden. Unter dem Titel «Entschlüsselt» widmet sich zum Beispiel eine davon dem Bild des Islam im Okzident. Die Sektion «Terra incognita» wiederum öffnet mit acht Filmen und einem Diskussionsforum ein Fenster in das unbekannte Filmland Bangladesh, wo in den letzten Jahren Geschichten mit verschiedenen provokativen Motiven wie die Armut, der Krieg, die Rolle der Frau in der Gesellschaft und der islamischer Fundamentalismus auf die Leinwand kamen. Schliesslich ist eine Hommage dem jurassischen Regisseur und Produzenten Pierre-Alain Meier gewidmet, mit dessen Unterstützung bei uns immer wieder Filme aus dem Süden im Kino zu sehen waren.
Das Festival dauert noch bis zum 31. März 2012.
