Feste und Bräuche auf dem Land – Erinnerungen aus dem Südwesten
Feste und Bräuche stellten früher eine willkommene Abwechslung zum harten Alltag auf den Dörfern dar. Sie gaben den Menschen Gelegenheit, sich zu treffen, zusammen zu feiern und Neuigkeiten auszutauschen – und vielleicht auch die Liebe des Lebens kennenzulernen. Im Kinzigtal im Nordschwarzwald feiern die Menschen im Februar traditionell den Storchentag. Der Haslacher Alois Krafczyk liebt es, als Storchenvater die Kinder durch die Altstadt zu leiten und um Gaben zu bitten. Im Schwarzwald ist die Fastnachtszeit auch die Zeit des Scheibenschlagens, um die Wintergeister zu vertreiben. Der Bernauer Zimmerer Josef Pschera nahm daran bereits im Alter von fünf Jahren teil. Wenn Neustadt-Gimmeldingen in der Pfalz sein Mandelblütenfest feiert, beginnt der Frühling mit dem ersten Weinfest in der Pfalz. Das älteste Weinfest Deutschlands feiert man in Winningen an der Mosel. Lothar Specht erinnert sich an seine vielen Auftritte bei der Winninger Tanz- und Trachtengruppe
