Fenster zum Sonntag. Wut
Bereits auf der morgendlichen Fahrt zur Arbeit geht es los, wenn einem die Vorfahrt genommen wird. Im Büro wartet der Chef mit einer unvorhergesehenen «kleinen» Zusatzaufgabe. Zuhause hört der Nachbar schon wieder viel zu laut Musik. Wenn man wollte, könnte man sich den ganzen Tag lang ärgern. Es sind aber auch die grossen Dinge, die Menschen aus der Haut fahren lassen. In der Gesellschaft scheint die Wut um sich zu greifen. Der Begriff «Wutbürger» macht die Runde. Gerade in Zeiten wie der Corona-Krise schlagen die Emotionen hoch. Die sozialen Netzwerke werden gerne genutzt, um angestautem Ärger ungefiltert Luft zu machen. Doch wie ist das genau mit der Wut? Ist Wut per se ein «negatives» Gefühl? Psychologen sagen, dass starke Emotionen dabei helfen, eine Situation schnell einzuordnen
