Feature. Quoten, Zahlen, Traumata

Im Jahr 2015 beschloss die baden-württembergische Landesregierung 1’000 schwer traumatisierte jesidische Flüchtlinge aus dem Nordirak aufzunehmen. Hunderttausende waren von der Terrormiliz IS aus ihren Dörfern und Städten vertrieben worden. Rund 5’000 Frauen wurden zum Teil mit ihren Kindern verschleppt, viele von ihnen schwer missbraucht. In der Region selbst konnte ihnen kaum jemand helfen, deshalb kamen sie nach Deutschland. Aber war den traumatisierten Frauen wirklich klar, was das Leben ohne ihre Familie im fremden Deutschland für sie bedeuten würde? Und waren die deutschen Helfer dem Ansturm gewachsen?