Feature. Küstenstädte unter Wasser?

In der indonesischen Küstenstadt Jakarta sinken manche küstennahe Hot Spots bis zu 25 Zentimeter pro Jahr – manche Stadtviertel liegen bereits fünf Meter unter dem Meeresspiegel, geschützt nur von einer uralten, brüchigen Kaimauer. Jakarta droht im Zeitraffer, was anderen Hafenmetropolen wie Hamburg und Rotterdam später bevorsteht: der Untergang ganzer Stadtteile. Ohne eine gewaltige Aufrüstung müssen die 136 grössten Küstenmetropolen der Welt ab 2050 mit Flutschäden von über tausend Milliarden Dollar jährlich rechnen. Weltbank und OECD warnen vor «sozial untragbaren Verlusten». Den Untergang der zehn Millionen-Einwohner-Metropole Jakarta soll das weltweit grösste Flutschutz-Projekt verhindern, dem Kritiker bereits eine soziale Schieflage vorwerfen: Denn den neuen Dämmen müssen vor allem arme Bürger weichen. Wie rettet man eine Megacity vor steigenden Fluten? Wer baut, wer bezahlt die gewaltigen neuen Bollwerke?