Evangelische Perspektiven. Frauen in den Weltreligionen

Die Haltung der Religionen gegenüber Frauen ist seit jeher ambivalent. Maria, die Mutter Jesu, wurde im Christentum stets hoch geehrt. Doch in vielen Teilen der Kirche kämpfen Frauen bis heute verzweifelt um Anerkennung. Sie stehen in ihrem Ringen nicht allein. Alle Religionen kennen Göttinnen und leuchtende weibliche Vorbilder. In heiligen Schriften gelten Frauen und Männer in der Regel als gleichwertig, als komplementäre Kräfte, die einander ergänzen. Doch im Alltag wurden und werden Frauen in den meisten Kulturen immer wieder Opfer patriarchaler Strukturen und männlicher Vorurteile. Der Archetyp des Weiblichen, von dem die Tiefenpsychologie spricht, ist stark. Männer haben ihn seit jeher verehrt und zugleich seine Macht bekämpft. Die Frauen hatten dabei das Nachsehen. Heute eröffnet der Austausch mit Gleichgesinnten in anderen Religionen und Kulturen Frauen neue Perspektiven