Evangelische Perspektiven. Der Apfel in Mythos, Märchen und Religion
Ein Tag ohne Apfel – das ist angeblich ungesund und in Deutschland kaum vorstellbar. Ist der Apfel doch sicher das wichtigste heimische Obst: Apfelsaft, Apfelkuchen, Bratapfel und Apfelbrei.
Auch in Mythen, Legenden, Märchen und im Brauchtum hat der Apfel seit jeher grosse Bedeutung, ob in Schneewittchen oder in der griechischen Mythologie: Da sorgte ein Zankapfel dafür, dass unter den drei griechischen Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite Streit ausbrach, der letztlich den Krieg um Troja auslöste. Die Germanen pflanzten Apfelbäume in der Nähe ihrer Häuser, weil sie sich davon Schutz durch die Götter erhofften. Die Bedeutung des Apfels ist vielschichtig: Einerseits symbolisiert er das Leben, die weibliche Kraft, Schönheit, Vollkommenheit und Fruchtbarkeit. Andererseits werden mit ihm Sünde und Versuchung verbunden. Nach christlicher Auffassung war der Apfel – oder zumindest eine «süsse Frucht» – der Auslöser für die Vertreibung der Menschen aus dem Paradies
