Evangelische Perspektiven. Wie Ulrich Zwingli vor 500 Jahren die Schweiz veränderte
Man entkommt ihm nicht. Überall in Zürich begegnet einem gerade der Reformator Ulrich Zwingli. Bis November 2019 stehen überlebensgrosse Zwingli-Statuen in allen Stadtteilen. Die Zürcher holen den Reformator vom Sockel und feiern ihn auf diese Weise. Vor 500 Jahren kam der Theologe als Leutpriester ans Zürcher Grossmünster. Und verhalf damit der Reformation auch in der Schweiz zum Durchbruch. Zwei Jahre nach Luthers Thesenanschlag in Wittenberg. Vieles von dem, was Luther angestossen hatte, trieb Zwingli weiter. In vielen Dingen war er radikaler, was den Schmuck in den Kirchen und die soziale Dimension der Reformation betraf. Die Zürcher Reformation war auch eine Sozialreform. Am weitesten gingen die Schweizer in der Abendmahlslehre. Zwingli sah in Brot und Wein blosse Zeichen, die daran erinnerten, dass Christus seinen Leib und sein Blut hingegeben hatte. Das Abendmahl, ein symbolischer Akt
