Evangelische Perspektiven. Intelligent Design
Vor 160 Jahren, im November 1859, veröffentlichte der britische Theologe und Naturforscher Charles Darwin sein epochales Werk «Von der Entstehung der Arten». Darin legte er nicht nur ein schlüssiges Konzept für die Entwicklung des Lebens dar. Er brachte damit auch das Weltbild seiner Zeit ins Wanken. Dass Menschen mit Affen gemeinsame Vorfahren haben sollen, lehnen bis heute viele Christen ab. Vor allem Angehörige der evangelikal geprägten Freikirchen bestreiten die These vom Menschen als Zufallsprodukt. Sie propagieren die Idee von Gott als intelligentem Designer, der mikroevolutionäre Prozesse quasi zielgerichtet angestossen habe. Immer wieder wird innerhalb der Kirchen kontrovers über Kreationismus und «Intelligent Design» gestritten. Aber welchen Einfluss hat der Schöpferglaube heute noch in der Diskussion um das Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaften?
