Evangelische Perspektiven. Dichten und Schreiben als Weltdeutung

Mo 18.03.,
BR2

«Wir glauben, dass die Poesie für die Menschen eine elementare Lebensnotwendigkeit ist, bisweilen lebensnotwendiger als Essen und Trinken», so sagte es einmal der Jugendbuchautor und Dichter Michael Ende. Durch Schreiben und Dichten kann der Mensch die Welt um sich herum immer wieder neu erkennen und sich in ihr erfahren. Das gilt nicht nur für grosse Dichter und Autoren. Sondern für jeden, der einen Stift in die Hand nimmt, um damit Sinn zu stiften. Egal ob Tagebücher, Gedichte oder Geschichten – Schreiben kann dabei helfen, eigene Erfahrungen zu verarbeiten und seiner Kreativität Ausdruck zu verleihen, seiner Lebensfreude, seinem Schmerz. Nicht umsonst haben Menschen stets, wenn es ihnen ums Wesentliche ging, um Glaubensdinge und grosse Gedanken und Gefühle, Worte nicht nur mündlich tradiert, sondern auch aufgeschrieben. Denn was einmal dasteht, das hat Gewicht