Evangelische Perspektiven. Wie Jugendkirchen Glauben attraktiv machen wollen
WhatsApp, Instagram – Jugendliche kommunizieren heute ganz anders, haben aber auch ganz andere Themen als früher. Religion spielt da kaum mehr eine Rolle. Wachsen doch die Kinder und Jugendlichen heute in einer sehr pluralen und vor allem säkularen Welt auf. Es ist heute längst nicht mehr selbstverständlich, dass junge Menschen sonntags in die Kirche gehen oder am Konfirmationsunterricht teilnehmen. Die christliche Sozialisation ist für viele ein Auslaufmodell. Vielmehr wachsen Jugendliche mehrheitlich heute ohne Konfessionszugehörigkeit auf, was allerdings nicht heisst, dass die Jugendlichen per se nicht an Religion interessiert sind. Für die Kirchen, die seit Jahren mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen haben, bedeutet das ein radikales Umdenken – weg von den überlieferten Traditionen, hin zu einer am Dienstleistungsgedanken orientierten Kirche, die die Interessen von Jugendlichen ernst nehmen will. Vielerorts entstehen daher Jugendkirchen, die für Jugendliche attraktiv sein und dabei christlichen Glauben vermitteln wollen
