Evangelische Perspektiven. Der Garten der Seele
Die Blütenpracht des Frühjahrs ist von jeher ein Symbol für die Rückkehr des Lebens in die abgestorbene, winterliche Natur. Üppige Gärten sind in allen Kulturen ein Sinnbild des Glücks und sogar der Nähe zum Göttlichen. Ihre Schönheit hat Architekten, Künstler und Theologen inspiriert. Christen und Muslime träumen vom Paradieses-Garten, der Amitabha-Buddhismus schwärmt von einem paradiesischen «Reinen Land». Aus der Sicht der modernen Tiefen-Psychologie ist das Paradies nur eine Projektion, doch in ihr spiegelt sich die Ur-Sehnsucht der menschlichen Seele nach Ganzheit und Fülle. So unterschiedlich die Vorstellungen sind, stets ist der idyllische Garten Inbegriff von Frieden und Freude, ja ein Sinnbild für den Ursprung und das Ziel menschlicher Existenz. Inmitten der Schönheit frühsommerlicher Gärten geht die Sendung den Gedanken nach und fragt nach dem wahren Paradies
