Essay. Träume ich oder träumen mich meine Träume?

Der Komponist Aribert Reimann lebt seit über 50 Jahren in seiner Wohnung. Manche Möbel sind Erbstücke, manche hat er von seinen Vormietern übernommen. Er erzählte die Geschichten hinter den Gegenständen und zeigt das Regal mit den Klavierauszügen seiner Mutter, den Schreibtisch, an dem er die Oper Lear komponierte, die Palme, die ihm seine Studenten vor 30 Jahren geschenkt hatten, seinen ersten Schallplattenspieler. Er erzählte vom Bombenangriff in Potsdam, 1945 – und welche Möbel gerettet werden konnten. Eine Führung durch Reimanns Leben und sein kompositorisches Schaffen, die nicht chronologisch oder nach Werkgruppen sortiert ist, sondern so funktioniert, als würde man sich in einer Landschaft bewegen und mal das eine, mal etwas anderes fokussieren