Essay. Tod als Pause

Aus weltlicher Sicht war die Sache bisher klar: Das Leben ist endlich, der Tod unendlich. Folgt man den Visionen der sogenannten Kryonik, soll das Gegenteil schon bald der Fall sein. Menschen lassen sich postmortal konservieren, um am Tag X mithilfe der Biochemie ins Leben zurückkehren zu können. Welche Vorstellungen von Leben und Tod liegen solchen Angeboten zugrunde? Verabschieden sich Ablebende bald nur noch in den Sonderurlaub? Der Tod als Sabbatical? Oder erleben wir eine medizinische Renaissance christlicher Glaubensinhalte?