Erster Interfilm-Preis in Venedig
(medientipp) Der erste Interfilm-Preis in Venedig geht an den brasilianischen Film «Girimunho», in dem sich eine alte Frau dem Tod ihres Mannes stellen muss.
Am 68. Filmfestival Venedig verlieh die kirchliche Filmorganisation Interfilm zum ersten Mal einen Preis zur Förderung des interreligiösen Dialogs. Ausgezeichnet wurde «Girimunho» («The Swirl») von Helvécio Marins Jr. und Clarissa Campolina. Mit dem neuen Preis will Interfilm Filme unterstützen, die Verständigung, Respekt, Sympathie und Frieden zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Geschichte und Glaubens stärken.
«Girimunho» erzählt die Geschichte der 81-jährigen Bastu, die in einem kleinen brasilianischen Dorf lebt, und sich mit dem Tod ihres Mannes auseinandersetzen muss. Das tue sie sensibel und humorvoll zugleich, ist in der Begründung der Jury nachzulesen. Ferner integriere der Film Leben und Tod, Individualität und gesellschaftliche Beziehungen als ganzheitliche Erfahrung und entwickle eine befreiende Perspektive, die religiöse Praxis und Glauben als fundamentale Dimension des Lebens zeige.
Mitglieder der Jury waren Elisabetta Ribet aus Italien, Susanna W. Yngvessen aus Schweden und Karsten Visarius als Präsident aus Deutschland.
SIGNIS-Preis in Venedig
Der Signis-Preis ging dieses Jahr an «Faust» von Aleksandr Sokurov, der auch den Goldenen Löwen einheimste. Anne Hui erhielt für «A Simple Life» eine lobenden Erwähnung.
