Enklave
Fünf Jahre nach dem Krieg steht der Kosovo unter der Verwaltungshoheit der Vereinten Nationen. Hier lebt der zehnjährige Nenad (Filip Subaric) mit seinem Vater (Nebojsa Glogovac) und dem kranken Grossvater Milutin (Metodi Jovanovsk) in einer kleinen serbischen Enklave. Ausser ihnen sind nur der Priester, und die junge Lehrerin Serben. Nenad wird jeden Tag mit einem Panzer der KFOR in die Schule gefahren, wo er der einzige Schüler ist. Sein grosser Wunsch, mit anderen Kindern zu spielen, scheint unerfüllbar. Manchmal begegnet er zwei albanischen Jungs in seinem Alter. Ihr Anführer ist Bashkim (Denis Muric), dessen Vater im Krieg getötet wurde, weshalb er die Serben hasst. Als Milutin im Sterben liegt, soll Nenad den Priester holen. Er trifft auf die beiden Albaner und Bashkim, der eine Pistole hat. Goran Radovanovics Drama (DE/SRB 2015) zeigt auf, wie die Traumata des Krieges nachwirken
