Empire me – Der Staat bin ich
Der Traum von Utopia, vom besseren Leben im irdischen Paradies, wird vom Menschen schon lange und in immer neuen Versionen geträumt. Doch: Die immer engmaschigeren Lebensprinzipien der globalisierten Weltordnung lassen kaum Alternativen und Visionen zu. Ein Phänomen macht damit Schluss: Das Gründen von Gegengesellschaften. Auf der Suche nach einer idealen Lebenskultur bauen sich hunderte Do-It-Yourself-Staaten ihre eigenen kleinen Welten. Mikronationen, Eco-Villages und Sezessionisten beschreiten mit realen Territorien und Gemeinschaften alternative Wege des Zusammenlebens. Über 500 verschiedene Gegengesellschaften haben sich seit den späten 1990ern formiert. Der Dokumentarfilm macht deutlich: Im 21. Jahrhundert ist Aussteigen gleichbedeutend mit Einsteigen. Die Existenz als Gegenwelt bedeutet heute ein Leben als potenzierte Ich-AG, fordert soziopolitisches Kulturmanagement, weltweite Vernetzung, wirtschaftliche Nachhaltigkeit, dezentrale Bündnisse – und vor allem das ständige Austricksen der etablierten Machtsysteme und Autoritäten
