El otro
Dies ist die Geschichte einer alltäglichen Dienstreise, die unversehens zu einer ganz anderen Reise wird – zu einer Expedition in ein anderes Leben. Auf der Fahrt muss Juan Desouza zu seiner Überraschung feststellen, dass der Mann, der die ganze Zeit neben im sass, verstorben ist. Heimlich, fast als wäre es nur ein Spiel, entschliesst sich Juan, die Identität des Toten anzunehmen. Er denkt sich einen Beruf aus, sucht sich einen neuen Wohnsitz. Vor Juans Augen taucht unversehens die Möglichkeit auf, nicht mehr zurückkehren zu müssen. Zu Beginn seines neuen Lebens erlebt Juan in der ungezähmten Natur ein Abenteuer wider Willen. Er entdeckt seine Sinne neu, beginnt seinen Ur-Instinkten zu trauen; er lotet die Möglichkeiten seines neuen Lebens aus.
Was ist der Geist? Was ist die Seele? Was ist der Körper? Diesen Fragen geht der talentierte argentinische Regisseur Ariel Rotter nach. Er hat hier eigentlich nur einen ganz einfachen Versuch angestellt. Mit der Figur Juan Desouza, einem Anwalt in den besten Jahren, lässt er einen Mann aus seinem Leben austreten und mehrere andere Identitäten annehmen. Dies bedeutet nicht nur eine Herausforderung für den Schauspieler Julio Chávez, sondern auch für die Betrachtenden. Das freie Schweben zwischen Identitäten führt im Film zu einer körperlichen Erfahrung, zu Fragen des Werdens und Vergehens.
Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch
„El otro“, Argentinien 2007, Regie: Ariel Rotter, Besetzung: Julio Chávez, Inés Molina, Osvaldo Bonet, Maria Onetto; Verleih: Trigon-film, Internet: http://www.trigon-film.org
Kinostart: 3. April 2008
