Ein Sonntag auf dem Lande (Un dimanche à la campagne)

Sommer 1912: Seit dem Tod seiner Frau lebt der talent- und erfolglose Maler Ladmiral (Louis Ducreux) mit seiner Haushälterin Mercédès (Monique Chaumett) allein in einem grossen Haus auf dem Land. Jeden Sonntag bekommt er von seinem Sohn Gonzague (Michel Aumont), dessen Frau Marie-Thérèse (Geneviève Mnich) und ihren drei Kindern Besuch aus der Stadt. Die Heirat seines Sohnes mit Marie-Thérèse hat Ladmiral noch nie verstanden. Aber trotzdem freut er sich über den allwöchentlichen – wenn auch etwas drögen – Sonntag im Kreis der Familie. Eines Tages kommt unerwartet Irène (Sabine Azém), Ladmirals unverheiratete Tochter, zu Besuch und sorgt für frischen Wind. Ihrem Vater wird bewusst, dass er sie gern öfter bei sich hätte. Und noch etwas wird ihm klar: er bereut, nicht doch einen anderen Weg als die Malerei eingeschlagen zu haben … Bertrand Taverniers intimer filmischer Blick auf die Realität (FR 1984) berührt, weil er existentielle Themen wie Tod und Verlust anspricht