Ein Hotelzimmer
Ein bescheidenes, anonymes Hotel in der kolumbianischen Stadt Cali. Völlig unterschiedliche Menschen steigen dort ab. Die Kamera fängt das Kommen und Gehen dieser Menschen ein, die für kurze Zeit dort einziehen und dem Zuschauer einen Ausschnitt aus ihrem Leben darbieten. So entsteht in diesen vier Wänden das feinfühlige Porträt einer sich wandelnden kolumbianischen Gesellschaft. Dem Film «Ein Hotelzimmer» liegt eine Idee von Jean-Paul Sartre zugrunde, wonach wir nicht alles über eine Person wissen müssen, um diese Person als menschlich wahrzunehmen und uns ihr nahe zu fühlen. Wenn wir einen anderen Menschen bloss einen Augenblick lang aufmerksam betrachten, sehen wir ihn als Teil unserer Welt und erkennen ihn als menschlich und uns ebenbürtig, auch wenn er nicht all seine Geheimnisse preisgibt
