Ein Duft von Freiheit
Der Kapitalismus produziert weltweit immer mehr Verlierer. Da erhält eine alte Idee neue Kraft: die Genossenschaft. In Guatemala trotzen indigene Kaffee-Kleinbauern harten Umständen. Mit ihrer Genossenschaft, seit 30 Jahren geführt von einem Schweizer, sind die Kleinbauern dort zu einem der wichtigsten Kaffee-Exporteure des Landes aufgestiegen. Kaffee prägt die Geschichte der Maya-Völker in Guatemala. Zuerst wurde ihnen ihr Land weggenommen, dann wurden sie zur Zwangsarbeit auf den Plantagen deutscher Grossgrundbesitzer verpflichtet. Jetzt, genossenschaftlich organisiert, exportieren die Kleinproduzenten ihren Kaffee in alle Welt – dies unter der Führung eines Schweizers, dessen Ziel es stets war, die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Kleinbauern zu stärken und damit die gesellschaftliche Emanzipation der Maya zu fördern. Der Film von Ruedi Leuthold und Beat Bieri erzählt, wie die neue Freiheit auch die alte Idee der genossenschaftlichen Zusammenarbeit wiederbelebt: Der Gewinn geht nicht an Grossgrundbesitzer oder anonyme Kapitalgeber, sondern wird nach unten verteilt
