Ein deutscher Boxer
Schwarzer, Boxer, deutscher Meister: Charly Graf wird 1951 im Mannheim-Waldhof als unehelicher Sohn einer ungelernten Arbeiterin und eines schwarzen US-Soldaten geboren. Rückblickend wird er sein Leben als ewigen Kampf bezeichnen. Die hoffnungsvolle Karriere des Boxtalents Charly Graf endet in Kriminalität und Haft. In der Justizvollzugsanstalt Stammheim lernt er als Mitinsassen den RAF-Terroristen Peter-Jürgen Boock kennen. Graf beginnt nicht nur, sich für Literatur zu interessieren, sondern versucht, an seine Laufbahn als Boxer anzuknüpfen. Gegen Gesetze und Vorurteile gelingt es ihm zum ersten und einzigen Mal in der deutschen Justizgeschichte, sich als Häftling bei einem offiziellen Boxwettkampf anzumelden und die Meisterschaft zu gewinnen. Allerdings verliert der gefeierte Sportler nur wenige Monate später aufgrund einer heftig umstrittenen Entscheidung, die heute allgemein als Fehlurteil gilt, seinen Titel. Doch am Ende dieses aussergewöhnlichen Lebens wird Charly Graf doch noch Gerechtigkeit widerfahren – von einer Seite, von der er es nie erwartet hätte
