Echtes Leben. Mit Gott gegen die Mafia
Die «Madonna der Mafia» steht im kalabrischen Polsi. Jedes Jahr am 2. September pilgern Tausende Mitglieder der mächtigsten Mafia der Welt dorthin, um ihre Madonna anzubeten. Polsi ist also vor allem eines: traditioneller Ort der `Ndrangheta. Hier regeln in Hinterzimmern die Bosse die Hierarchie der Verbrecherorganisation, während draussen Feiern und Prozession im Namen der Mutter Gottes laufen. Doch mittlerweile hat die Kirche der Mafia die Stirn geboten – Don Tonino Saraco ist verantwortlich für den Wallfahrtsort Polsi und er treibt Reformen an: Polsi soll wieder den Gläubigen gehören und nicht den Mafiosi. Als er die Gemeinde übernommen hat, feierte man ihn als den «Anti-Mafia-Priester», doch der ist er nicht, sagt Don Tonino. Er will ein Priester sein, der gegen das Böse ist. Kann der Kampf gegen die Mafia überhaupt allein mit Gottes Hilfe gelingen?
