Drei „Sternstunden“ zum Islam
Die drei „Sternstunden“ vom 11. März auf SF1 beschäftigen sich unter verschiedenen Blickwinkeln mit dem Islam. In der „Sternstunde Religion“ (10.00 Uhr) kommen zwei in der Schweiz lebende Musliminnen miteinander ins Gespräch, die ihre Religion auf unterschiedliche Weise leben: Die Theologin Halide Hatipoglu trägt ein Kopftuch, die Islamwissenschaftlerin Amira Hafner-Al-Jabaji nicht. Sie sind zwei Beispiele für die Vielgestaltigkeit des Islams in unserem Land. Anschliessend zeigt der Film „Kopftuch und zensurierte Post“ (11.00 Uhr) das Leben von vier Schweizerinnen, welche als Ehefrauen muslimischer Männer im Iran leben, und dafür einschneidende Veränderungen in ihrer Lebensgestaltung in Kauf genommen haben.
Viele Leute denken heute beim Stichwort „Islam“ fast automatisch an die Taliban, an Hisbollah-Milizen oder die Ayatollahs im Iran. Dass der religiöse Fanatismus aber nur die eine Seite des Islams ist, zeigt ein Gespräch mit dem Islamwissenschaftler Ulrich Rudolph in der „Sternstunde Philosophie“ (11.00 Uhr) auf. Er spricht von der reichen Tradition islamischer Philosophie, die nicht nur grossen Einfluss auf das westliche Denken hatte, sondern bis heute muslimischen Intellektuellen eine Alternative zum Fundamentalismus bietet.
Die „Sternstunde Kunst“ (12.00 Uhr) schliesslich zeigt eine Dokumentation über den ägyptischen Schriftsteller Nagib Mahfus. Den einen ist er ein Begriff als Literatur-Nobelpreisträger – übrigens dem einzigen aus der arabischen Welt -, den anderen wegen der Verfilmung seiner Bücher, deren Themen nicht nur Ägypterinnen und Ägypter beschäftigen: das Nahost-Problem, der Islam, der Fundamentalismus, die Stellung der Frau und die Sexualität.
Sonntag, 11. März, 10.00-13.00 Uhr, SF1
