Draussen
In den Augen der Gesellschaft sind sie Verlierer, Versager, Gescheiterte am eigenen Leben. Obdachlose sind überall und doch will sie niemand sehen. Sie leben draussen: unter den Brücken, auf den Strassen. Auch in Köln. Die Filmemacherinnen Tama Tobias-Macht und Johanna Sunder-Plassmann wollen aufräumen mit den Vorurteilen vom schmuddeligen Bettler mit Läusen und Flöhen. Sie zeigen ein anderes Bild der Obdachlosen, porträtieren Matze, Elvis, Filzlaus und Sergio, die alle wahre Überlebenskünstler sind. Was sie erlebt und überlebt haben, was sie vom Leben wissen und wie erfindungsreich sie sich organisieren, macht ihnen so leicht niemand nach. Man wäscht sich im See, gekocht wird in alten Töpfen über dem Feuer und Zucker lagert man im Hundekotbeutel. Ihr persönliches Hab und Gut passt in einen Koffer oder Einkaufswagen. Sie besitzen nicht viel, doch das Wenige, das sie immer bei sich tragen, steckt voller Erinnerungen, ist geradezu aufgeladen mit Emotionen
