Doppelpunkt. Vergessene Katastrophen, vergessene Menschen?
Um den Tschadsee in Zentralafrika spielt sich seit Jahren ein Drama ab. Die islamistische Gruppe «Boko Haram» terrorisiert Länder der Region. Die Folgen: Tote und Verwundete, zerstörte Dörfer, wirtschaftlicher Zerfall und Mangel an Nahrungsmitteln. Eine Tragödie, die hierzulande kaum Thema ist. Dass Boko Haram vor allem in Nigeria aktiv ist, ist bekannt. Dass aber auch die Anrainerstaaten Niger, Tschad und Kamerun unter Anschlägen und den Folgen des Terrors leiden, ist wenig bekannt. «Médecins sans frontières» (MSF) ist seit August 2016 in verschiedenen Spitälern im Norden Kameruns im Einsatz
