Doppelpunkt. Marthe Gosteli – Kämpferin und Pionierin (1917–2017)
Marthe Gosteli wurde am 22. Dezember 1917 auf einem Bauernhof in Worblaufen bei Bern geboren. Als Kind half sie dort tatkräftig mit. In den stürmischen 60ern kämpfte sie an vorderster Front für die Gleichberechtigung der Frau und erlebte die Abstimmung über das Frauenstimmrecht 1971 hautnah mit. Nach vielen Jahren, die ihre Kräfte gefordert hatten, zog sie sich in den 70ern zurück und machte ihr Hobby, das Reiten, zum Beruf. Sie baute in Pionierarbeit ein Zentrum für therapeutisches Reiten auf. In den 80ern nahm Marthe Gosteli noch einmal eine neue Herausforderung an. Sie gründete mit der Gosteli-Stiftung das «Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung», und rettet Tausende von historischen Dokumenten zur Frauenbewegung vor deren Entsorgung. Die Privatperson Marthe Gosteli liess liess sich nie von der politisch aktiven Bürgerin trennen
